Laub in der Dachrinne, ein zugesetzter Ablauf vor der Kellertür, ungeklärter Rückstauschutz: Der Herbst ist ein guter Anlass, die Wege des Regenwassers am Haus zu prüfen. Mit diesem Herbstcheck können Sie Schwachstellen festhalten und notwendige Arbeiten rechtzeitig organisieren – in Wolfsburg und Umgebung.
1. Laub entfernen lassen, Wasserwege freihalten
Blätter und kleine Äste können Dachrinnen und Fallrohre verstopfen. Regenwasser läuft dann nicht mehr wie vorgesehen ab und kann angrenzende Bauteile durchfeuchten. Kontrollieren Sie vom sicheren Boden aus, ob Rinnen überlaufen oder sich auffällige Laufspuren an der Fassade zeigen. Lassen Sie schwer erreichbare Rinnen und Dachabläufe durch einen geeigneten Fachbetrieb reinigen. Hinweise dazu bietet der Gebäude-Check der Verbraucherzentrale (PDF).
Auch gut erreichbare Entwässerungsrinnen vor Garage, Terrasse und Kellertreppe verdienen Aufmerksamkeit. Entfernen Sie oberflächlich angesammeltes Laub, soweit dies gefahrlos möglich ist. Bleibt Wasser trotz freier Oberfläche stehen, sollte die Ursache geprüft werden. Ein sauberer Rost sagt noch nichts über den Zustand der Leitung darunter aus.
2. Tiefliegende Öffnungen am Haus prüfen
Gehen Sie einmal um das Gebäude: Wo könnte oberflächlich abfließendes Wasser eine Tür, ein Kellerfenster oder einen Lichtschacht erreichen? Achten Sie besonders auf abschüssige Einfahrten und Treppen, die zum Haus führen. Die Verbraucherzentrale nennt unter anderem geschützte Lichtschächte, geeignete Kellerfenster und bauliche Schwellen als mögliche Vorsorgemaßnahmen. Welche Lösung passt, hängt vom Gebäude und vom Wasserweg ab.
Fotografieren Sie auffällige Stellen und lassen Sie bauliche Änderungen planen. Wasser sollte durch Schutzmaßnahmen nicht auf benachbarte Grundstücke umgeleitet werden. Eine Übersicht möglicher Lösungen enthält die Broschüre „Schutz vor Starkregen“ (PDF).
3. Rückstauschutz: Eine freie Dachrinne reicht nicht
Wasser kann auch aus der Kanalisation zurück ins Haus gelangen. Die Wolfsburger Entwässerungsbetriebe erläutern Rückstau und die Vorsorge an privaten Entwässerungsanlagen. Besonders relevant sind tiefliegende Abläufe, etwa im Keller. Klären Sie anhand Ihrer Gebäudeunterlagen: Gibt es eine Rückstausicherung oder Hebeanlage? Welche Entwässerungsstellen schützt sie? Wann wurde sie zuletzt gewartet?
Eine Rückstauklappe ist nicht für jede Nutzung geeignet. Die Verbraucherzentrale erklärt die Unterschiede zwischen Rückstauverschluss und Hebeanlage. Lassen Sie Auswahl, Zustand und Wartung von einem Fachbetrieb für Sanitär- oder Entwässerungstechnik beurteilen. Ein Herbstcheck ersetzt diese technische Prüfung nicht.
Ihre Checkliste für den Herbst
- Rundgang: Auffälligkeiten an Rinnen, Fallrohren, Lichtschächten und Kellereingängen fotografieren.
- Reinigung: Zugängliches Laub beseitigen und Arbeiten in der Höhe fachgerecht organisieren.
- Unterlagen: Entwässerungsplan, Anlagenbeschreibung und letzten Wartungsnachweis heraussuchen.
- Zuständigkeit: In Mietobjekten Beobachtungen an die Hausverwaltung oder vermietende Person weitergeben; in verwalteten Gebäuden Termine und verantwortliche Personen festhalten.
- Nachkontrolle: Nach weiterem Laubfall erneut prüfen, ob zugängliche Abläufe frei sind.
Wenn bereits Wasser eingedrungen ist
Sobald der Bereich sicher zugänglich ist, dokumentieren Sie betroffene Räume und sichtbare Schäden. Für die weitere Bearbeitung sind Zeitpunkt, vermuteter Eintrittsweg und Fotos hilfreich. Das Vorgehen im akuten Schadenfall beschreibt unser Ratgeber Keller überflutet: Was jetzt zu tun ist.
SWF unterstützt Sie in Wolfsburg und Umgebung bei der Schadensanalyse, Bautrocknung und Wasserschadensanierung. Ob und welche Trocknungsmaßnahmen notwendig sind, wird anhand des konkreten Schadens beurteilt.
Feuchtigkeit oder einen Wasserschaden entdeckt?
Beschreiben Sie uns, wo und seit wann Wasser auftritt. Wasserschaden bei SWF melden oder unter 05362 501 601 Kontakt aufnehmen.



